Faktor-Zertifikate für trendstarke Marktphasen

Mit festem Hebel („Faktor“) dem DAX folgen: Das können Anleger mit Xmarkets Faktor-Zertifikaten. Und zwar ohne eine Knock-out-Schwelle, einen Strike-Preis oder eine Laufzeit beachten zu müssen. Außerdem sind Faktor-Zertifikate wenig anfällig für Kursüberraschungen bei nachlassender Volatilität. Die Faktor-Zertifikate auf den DAX gibt es für steigende Kurse (Faktor-Long) mit den Faktoren +2, +4, +6, +8 und +10 sowie für fallende Kurse (Faktor-Short) mit den Faktoren -2, -4, -6, -8 und -10.

Risiken bei Faktor-Zertifikaten

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Hintergrundinformationen

Besondere Basiswerte

Die Faktor-Zertifikate von Xmarkets bilden die tägliche prozentuale Wertänderung des DAX mit dem gewählten Faktor ab. Steigt der Preis des DAX im Tagesverlauf um ein Prozent, so steigt zum Beispiel der Preis eines Faktor-4x-Long-Zertifikats um vier Prozent. Der Hebel beziehungsweise Faktor bleibt täglich gleich.

Das ist möglich, da sich die Xmarkets Faktor-Zertifikate auf einen gehebelten DAX beziehen, den die Deutsche Börse anbietet. Die steigende DAX-Entwicklung stellt der LevDAX dar, die inverse DAX-Entwicklung der ShortDAX. Sie bilden auf Tagesbasis die DAX-Entwicklung je mit einem Hebel von 2, 4, 6, 8 beziehungsweise 10 nach. Ein Xmarkets Faktor-Long-Zertifikat auf den DAX hat also den LevDAX, ein Faktor-Short-Zertifikat den ShortDAX als Basiswert. So folgen die Zertifikate direkt der gehebelten DAX-Entwicklung.

Das bringt gleich mehrere Vorteile, allen voran eine hohe Transparenz. Denn bei Lev- und ShortDAX handelt es sich um offizielle, veröffentlichte Strategie-Indizes, die von der Deutschen Börse berechnet werden. Hinzu kommt, dass bei ihnen wie auch beim DAX keine Rollvorgänge nötig sind, wie es etwa beim DAX-Future als Basiswert der Fall wäre. So können zusätzliche Ausgaben wie etwa Rollkosten vermieden werden. Allerdings fällt beim LevDAX der einfache (Faktor-2x-Long), dreifache (Faktor-4x-Long), fünffache (Faktor-6x-Long) beziehungsweise siebenfache (Faktor-8x-Long) EONIA-Satz an, der direkt in den Index eingerechnet wird. Beim ShortDAX dagegen wird der dreifache (Faktor-2x-Short), fünffache (Faktor-4x-Short), siebenfache (Faktor-6x-Short)beziehungsweise neunfache (Faktor-8x-Short)EONIA-Satz sofort im Index gutgeschrieben. Hält ein Anleger ein Faktor-Zertifikat mehrere Tage lang, kann sich der EONIA-Satz auf den Wert auswirken. Denn wegen der Berechnung auf täglicher Basis entspricht die Entwicklung des Lev- und ShortDAX nicht mehr genau der doppelten, vierfachen, sechsfachen beziehungsweise achtfachen Wertentwicklung des DAX.

Schließlich sorgt auch die durchschaubare Kostenstruktur für Transparenz: Bei den Xmarkets Faktor-Zertifikaten auf den DAX fällt nur eine Managementgebühr von einem Prozent p.a. an. Außerdem werden Lev- und ShortDAX alle 15 Sekunden auf der Index-Seite der Deutschen Börse aktualisiert, so dass Anleger die Entwicklung des jeweiligen dem Zertifikat zugrunde liegenden Index direkt nachverfolgen können.

Die Faktorwirkung

Bei klassischen Hebelprodukten wird der Hebel umso kleiner, je weiter sich der Basispreis vom Anfangswert in die bevorzugte Richtung entfernt. Umgekehrt steigt der Hebel umso zügiger, je näher der Basis- oder Strike-Preis kommt. Bei Faktor-Zertifikaten bleibt der Hebel dagegen immer gleich.

Ein Beispiel: Angenommen, ein Anleger erwartet, dass der DAX steigen wird und investiert daher in ein Faktor-4x-Long-Zertifikat auf den DAX. Dieses Faktor-Zertifikat kostet im Beispiel 100 Euro. Binnen eines Tages steigt der DAX um ein Prozent. Dann notiert das Faktor-Zertifikat am Abend bei 104 Euro. Am Folgetag steigt der DAX wieder um ein Prozent. Und auch der Wert des Faktor-Zertifikats nimmt um vier Prozent zu – dieses Mal jedoch ausgehend von 104 Euro. Am zweiten Tag steigt der Wert des Zertifikats also um 4,16 Euro statt 4 Euro.

Im umgekehrten Fall, wenn der DAX also am ersten Tag um ein Prozent fallen sollte, notiert das Faktor-Zertifikat bei 96 Euro. Fällt der DAX am zweiten Tag wieder um ein Prozent, sinkt auch der Wert des Faktor-Zertifikats um vier Prozent. Allerdings dieses Mal ausgehend von nur noch 96 Euro. Am zweiten Tag fällt der Wert des Faktor-Zertifikats demnach um 3,84 Euro und nicht mehr 4 Euro.

Das heißt: Wenn sich die Kurse in die gewünschte Richtung entwickeln, gibt es einen positiven kumulativen Effekt. Bewegen sich die Kurse dagegen nicht wie erhofft, werden die absoluten Verluste bei gleich großem prozentualem Verlust immer kleiner. In volatilen Seitwärtsphasen kann das Faktor-Zertifikat allerdings auch an Wert verlieren, obwohl der DAX am Ende der Seitwärtsphase wieder sein ursprüngliches Kursniveau erreicht.

Kursberechnung im Tagesverlauf

Steigt der DAX also gegenüber dem Vortag um ein Prozent, so wird der Preis beispielsweise eines Faktor-4x-Long-Zertifikats um vier Prozent steigen.

Bei mehrtägigen Haltephasen hängt der Preis des Faktor-Zertifikats davon ab, wie sich der DAX an jedem einzelnen Tag ändert. So ergibt eine Serie von +3,0 Prozent und +3,03 Prozent einen anderen Preis als eine Serie von +2,0 Prozent, +2,0 Prozent und +2,0 Prozent. Bei beiden Serien steigt der Kurs des DAX um 6,12 Prozent.

Im ersten Fall würde ein Faktor-4x-Long-Zertifikat, das bei 100 Euro gestartet ist, etwa 125,50 Euro kosten. Im zweiten Fall beläuft sich der Preis auf 126 Euro. Allerdings existieren umso mehr Kursszenarien, je länger die Haltedauer ist. Und desto ungenauer wird die Kursprognose für ein Faktor-Zertifikat.

Anpassungsmechanismus

Sollte sich der DAX jedoch deutlich entgegen der erwarteten Entwicklung bewegen, greift ein spezieller Mechanismus. Damit kann ein plötzlicher Totalverlust durch ungünstige Kursbewegungen verhindert werden. Wenn der DAX im Laufe eines Handelstages die Verlustschwelle von 25 Prozent bei Faktor-2x-Zertifikaten oder 12,5 Prozent bei Faktor-4x-Zertifikaten oder 8,33 Prozent bei Faktor-6x- Zertifikaten oder 6,25 Prozent bei Faktor-8x-Zertifikaten erreicht, wird ein neuer Handelstag simuliert und damit die Berechnungsgrundlage angepasst. Das ist dann der Fall, wenn einer der gehebelten Indizes 50 Prozent an Wert verlieren sollte.

Damit beziehen sich alle weiteren Kursbewegungen nicht mehr auf den Schlusskurs des Vortages, sondern auf den DAX-Stand, der den Anpassungsmechanismus ausgelöst hat. Die Berechnungsbasis, auf die sich jede weitere Veränderung des DAX bezieht, wird also halbiert. Bei gleicher prozentualer Veränderung verringert sich dadurch der absolute Betrag.

Chance in trendstarken Phasen

Faktor-Zertifikate können besonders in trendstarken Phasen Chancen bieten. Denn der kumulative Effekt kann dann seine volle Wirkung entfalten. In trendstarken Phasen können sich Faktor-Zertifikate auch für Buy-and-Hold-Strategien eignen. Immerhin führen auch größere Kursrückgänge nicht zum plötzlichen Totalverlust, wie es etwa der Fall wäre, wenn ein Knock-out-Produkt eine Knock-out-Schwelle berührt. Wegen der Berechnung auf täglicher Basis entspricht dann allerdings die Entwicklung, die sich daraus ergibt, nicht mehr exakt der doppelten Wertentwicklung des DAX über den gleichen Zeitraum.

Risiko in volatilen Seitwärtsphasen

Nachteilig sind hingegen volatile Seitwärtsphasen. Denn in diesen Phasen kann das Faktor-Zertifikat an Wert verlieren, obwohl der DAX am Ende der Seitwärtsphase wieder sein ursprüngliches Kursniveau erreicht. Die Tabelle zeigt ein Rechenbeispiel, wie sich ein Faktor-Zertifikat innerhalb von vier Tagen im Vergleich zum Basiswert DAX negativ entwickeln kann.

Auf einen Blick

Faktor-Zertifikate können für risikofreudige Anleger mit kurz- bis mittelfristigem Investitionshorizont ein interessantes Finanzprodukt sein. Die potentiellen Gewinne sind insbesondere in trendstarken Phasen höher als bei Knock-out-Produkten mit anfänglich gleich großem Hebel.

Die täglichen Preisänderungen sind transparent und leicht zu prüfen. Die implizite Volatilität, die die Preiskalkulationen bei Optionsscheinen erschwert, spielt bei Faktor-Zertifikaten keine Rolle.

Allerdings erhalten Anleger während der Laufzeit keine laufenden Erträge wie etwa Zinsen. Anlegern stehen zudem keine Ansprüche auf und aus dem Basiswert, etwa Stimmrechte und Dividenden, zu.

Chancen
  • Täglich konstanter Hebel
  • Kumulativer Effekt bei positiver Kursentwicklung
  • Gebremste absolute Verluste bei negativer Kursentwicklung
  • Hohe Transparenz
  • Anpassung bei extremen Marktbewegungen im Intraday-Handel

Risiken bei Faktor-Zertifikaten

  • In volatilen Seitwärtsphasen sind Kursverluste unabhängig von der Wertentwicklung des DAX möglich
  • Preise der Zertifikate lassen sich nur im Intraday-Handel genau berechnen
  • Verlust des eingesetzten Kapitals möglich
  • Trotz des Anpassungsmechanismus ist im Tagesverlauf ein hoher Verlust möglich
  • Anleger sind dem Risiko einer Insolvenz und somit einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Emittentin ausgesetzt, das heißt einer vorübergehenden oder endgültigen Unfähigkeit zur termingerechten Erfüllung von Zins- und/oder Tilgungsverpflichtungen