Outperformance-Zertifikate

Outperformance-Zertifikate sind mit einem Partizipationsfaktor ausgestattet, der eine überproportionale Partizipation an der Wertentwicklung eines Basiswertes ermöglicht. Diese Outperformance tritt ab einem produktspezifischen Basispreis ein. Somit richten sich Outperformance-Zertifikate an Anleger, die von einer deutlich positiven Entwicklung des Basiswertes zum Ende der Laufzeit ausgehen.

Detailwissen

Funktion des Produktes

Outperformance-Zertifikate ermöglichen eine überproportionale Partizipation am zugrunde liegenden Basiswert, sofern der Basiswert am Laufzeitende über einer festgelegten Schwelle (Bestimmungsstand) notiert. Die Differenz zwischen dem Kurs bei Fälligkeit und dem Bestimmungsstand wird dann mit dem Partizipationsfaktor multipliziert. Notiert der Basiswert unter dem Bestimmungsstand, erhält der Anleger den um das Bezugsverhältnis bereinigten Gegenwert des Basiswertes ausgezahlt beziehungsweise den Basiswert selbst.

Auszahlungsprofil

Outperformance-Zertifikate verhelfen Anlegern bei steigenden Kursen an überproportionalen Partizipationen an dem jeweiligen Basiswert. Für die Berechnung des Kurses eines Outperformance-Zertifikats sind die folgenden produktspezifischen Kennzahlen ausschlaggebend:

  • Multiplikator (1:1)
  • Bestimmungsstand (71 €)
  • Partizipation (festgelegt) (182%)
  • Laufzeit
  • sowie der Stand des Basiswertes


Am Emissionstag wird der Zertifikatepreis anhand des Basiswertstandes festgelegt. Bei einem Bezugsverhältnis von 1 entspricht der Kurs zu Beginn der Laufzeit ebenfalls dem des Basiswertes.

Während der Laufzeit ist hauptsächlich der Kurs des Basiswertes entscheidend. Steigt dieser, so steigt auch der Zertifikatekurs, fällt er, so fällt auch der Kurs des Outperformance-Zertifikats. Allerdings ist zu beachten, dass die Wertsteigerung des Zertifikats nicht der Wertsteigerung des Basiswertes unter Berücksichtigung des Partizipationsprozentsatzes entspricht. Dieses Verhältnis greift erst am Laufzeitende des Zertifikates.

Fällt der Wert des Basiswertes, so gilt allerdings nicht die verstärkte Partizipation nach unten. Diese Outperformance wirkt sich lediglich bei Kurssteigerungen aus.

Am Laufzeitende erfolgt entwerder Barausgleich entsprechend der Anzahl und des Wertes des Zertifikates oder die Anleger erhalten den Basiswert selbst geliefert. Für den Kurs des Zertifikates ist der jeweilige Bestimmungsstand maßgeblich. Am Ende der Laufzeit wird betrachtet, ob der Kurs des Basiswertes unter, auf oder über dem zu Emission festgelegten Bestimmungsstandes liegt.

Liegt der Basiswert auf oder unter dem Bestimmungsstand, so hat der Partizipationsfaktor kein Einfluss auf den Partizipationsfaktor. Es wird lediglich der Wert des Zertifikates zurückgezahlt. Rückzahlung entspricht genau dem Wert des Basiswertes multipliziert mit dem Bezugsverhältnis.

Liegt der Basiswertkurs über dem Bestimmungsstand, so kommt der Outperformance-Faktor zum Tragen. Die Differenz zwischen dem Basiswertstand und dem zu Beginn der Laufzeit festgelegten Bestimmungsstand wird mit dem Partizipationsfaktor multipliziert. Die Anleger partizipieren somit - dem Partizipationsfaktor entsprechend - überproportial an der Kurssteigerung des Basiswertes.

Auszahlungs-Graph

Übliche Basiswerte und Laufzeiten

Übliche Basiswerte:
  • Indizes
Übliche Laufzeiten:
  • Begrenzte Laufzeit. In der Regel mehrere Jahre.

Chancen und Risiken

Chancen
Überproportionale Partizipation an der positiven Wertentwicklung des Basiswertes.

Risiken
Risiken zum Laufzeitende
Wenn der Schlussreferenzpreis den festgelegten Basispreis unterschreitet, beinhaltet das Zertifikat ein vom Stand des Basiswerts abhängiges Verlustrisiko; im schlechtesten Fall kommt es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Dies ist der Fall, wenn am Bewertungstag der Schlussreferenzpreis Null beträgt.

Marktrisiken während der Laufzeit
Der Wert des Outperformance-Zertifikats kann während der Laufzeit insbesondere durch die unter Ziffer 4 genannten marktpreisbestimmenden Faktoren nachteilig beeinflusst werden und auch deutlich unter dem Kaufpreis liegen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken
Wegen des Einflusses des Basiswerts auf den Anspruch aus dem Outperformance-Zertifikat sind Anleger, wie bei einer Direktanlage in den Basiswert, sowohl während der Laufzeit als auch zum Laufzeitende Risiken ausgesetzt, die auch mit einer Anlage in den jeweiligen Index allgemein verbunden sind.

Währungsrisiken
Ein Wechselkursrisiko besteht für Anleger, wenn die Abwicklungswährung nicht die Heimatwährung des Anlegers ist.
Glossar
Aktienanleihen sind Finanzinstrumente, die speziell für solche Investoren entwickelt wurden, welche den Ertrag ihrer Investition erhöhen möchten, indem sie zu einem Teil Aktienkursrisiken in ihre Portfolios aufnehmen. Grundsätzlich gibt es 2 Aspekte, die man bei Aktienanleihen beachten sollte: Den Kupon der Aktienanleihe und die Rückzahlungsmöglichkeit in Aktien. Anleger erhalten am Laufzeitende entweder den Nennwert ausbezahlt oder eine im voraus bestimmte Anzahl an Aktien geliefert, abhängig vom dann gültigen Kurs der Aktie. Der Emittent hat das Recht, die Art der Rückzahlung zu bestimmen.