Aktien Europa: Vor der erwarteten US-Zinssenkung geht nicht viel

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Vor der voraussichtlich zweiten Zinssenkung in den USA in diesem Jahr haben sich Anleger am Mittwoch nicht weit aus dem Fenster gelehnt. Wie schon an den asiatischen Börsen pendelten die großen europäischen Leitindizes um ihre Schlusskurse vom Vortag.

Der EuroStoxx lag am Vormittag mit 0,14 Prozent auf 3526,28 Punkte moderat im grünen Bereich. Damit setzt sich die Konsolidierung auf hohem Niveau fort, nachdem der Index in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit Ende Juli gestiegen war.

Die amerikanische Notenbank Fed dürfte die Zinssen zum zweiten Mal in diesem Jahr senken. An den Finanzmärkten wird fest damit gerechnet, dass die Notenbanker um Fed-Chef Jerome Powell das Leitzinsband um weitere 0,25 Prozentpunkte verringern. Der Zentralbankzins würde dann in einer Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent liegen. Ende Juli hatte die Fed das Zinsniveau erstmals seit mehr als zehn Jahren verringert.

Mit Blick auf den starken Kursanstieg in den vergangenen Wochen dürften Investoren die allgemein erwartete Zinssenkung durch die Fed am Abend zumindest in Teilen bereits eingepreist haben. Ob die Fed nun noch einen zusätzlichen positiven Impuls für die Aktienbörsen setzen kann, muss sich also erst noch zeigen.

Auch in London und Paris traten die Kurse zur Wochenmitte weitgehend auf der Stelle: Der französische Leitindex Cac 40 handelte 0,07 Prozent höher bei 5619,65 Punkten. Der Londoner FTSE 100 lag mit 7329 Zählern um 0,12 Prozent höher.

Gesucht waren die Aktien der Halbleiterindustrie. Am Markt herrscht laut Händlern eine gute Stimmung mit Blick auf die Nachfrage nach den jüngst präsentierten iPhone-Modellen von Apple. Aktien des Chip-Produzenten STMicro stiegen an der Spitze des Cac 40 um 1,8 Prozent. Ganz vorn im EuroStoxx 50 und gleichzeitig auf einem neuen Rekordniveau lagen die Papiere des Chip-Anlagenherstellers ASML, sie stiegen zuletzt um 1,3 Prozent.

Im schweizerischen Leitindex SMI waren mit Richemont und Swatch zwei Uhrenhersteller die größten Kursverlierer. Die Investmentbank UBS hatte Richemont und "Verkaufen" abgestuft und für Swatch die Verkaufsempfehlung bekräftigt und das Kursziel gesenkt. Richemont büßten 4,8 Prozent ein und Swatch 3,3 Prozent. Auf dem wichtigen Absatzmarkt China kommen die Marke Cartier von Richemont und die Marke Omega von Swatch nicht mehr so gut an, lautete die Begründung der UBS./bek/fba

Im Artikel genannte Werte

ESTOXX 50
3.583,00
-0,17%
 
STOXX Europe 50
3.216,53
-0,30%
 
CAC 40
5.640,50
-0,66%
 
FTSE 100
7.140,00
-0,60%
 
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