04.01.2019 08:00

Gold: Krisenwährung auf dem Vormarsch?

Im Herbst 2011 notierte der Preis für eine Feinunze Gold bei 1.920 US-Dollar. Die Notierungen für das gelbe Edelmetall entfernten sich in den vergangenen Jahren weit von diesem Rekordstand. Gold hatte in der Anlegergemeinde an Ansehen eingebüßt. Schließlich konnten am Aktienmarkt dank einer jahrelang anhaltenden Kursrallye gute Renditen erzielt werden. Zeitweise galten sogar Kryptowährungen wie der Bitcoin als attraktive Alternative zu Gold. Doch auch diese Phase hielt nicht ewig.
Der Markt für Kryptowährungen erlebte einen regelrechten Absturz, während die Aktienkurse Ende 2018 weltweit purzelten. Der deutsche Leitindex DAX beendete das Jahr 2018 mit einem Minus von 18 Prozent. Die US-Aktienmärkte erlebten das schwächste Jahr seit der Finanzkrise 2008. Besonders schwach und volatil präsentierten sich die wichtigsten Indizes Dow Jones Industrial Average, S&P 500 und Nasdaq 100 im Schlussquartal und im Monat Dezember. Daher bleibt die Frage, ob sich diese Entwicklung im neuen Jahr fortsetzen wird. Zumal die jüngsten Risikofaktoren Investoren noch eine ganze Weile begleiten dürften. Dazu zählen vor allem der chinesisch-amerikanische Handelsstreit, das Brexit-Chaos, die erwartete Konjunkturabkühlung und die Sorgen vor den Folgen zu schnell steigender US-Leitzinsen.
Angesichts der Verunsicherung im Markt scheinen sich Investoren wieder daran erinnert zu haben, dass sich Gold seit jeher als Krisenwährung bewährt hat. Somit ist auch die Preiserholung beim gelben Edelmetall zum Ende des vergangenen Jahres zu erklären. Noch immer gibt es genügend Anleger, die einen gewissen Goldanteil in ihren Depots als Absicherung vorhalten. Dieser Anteil dürfte sich in den vergangenen Wochen und Monaten deutlich erhöht haben. Zudem dürften viele Rohstoff- und Edelmetallinvestoren auf ein Umdenken bei der US-Notenbank Fed setzen.
Einige Marktteilnehmer hatten gehofft, dass die Fed angesichts der jüngsten Marktunsicherheiten bereits im Dezember 2018 auf eine weitere Leitzinserhöhung verzichten würde. Diesen Gefallen taten Fed-Chef Jerome Powell und die anderen US-Währungshüter Investoren nicht. Sie erhöhten die Leizinsen am 19. Dezember 2018 um 25 Basispunkte auf 2,25 bis 2,50 Prozent. Doch schon 2019 könnte die Fed ihr Tempo in Sachen Zinswende drosseln. Angesichts einer drohenden Konjunkturabkühlung werden inzwischen nicht einmal mehr Leizinssenkungen für 2019 ausgeschlossen.
Die Möglichkeit einer lockeren Geldpolitik der Fed hat wiederum dafür gesorgt, dass sich der US-Dollar zum Ende des Jahres 2018 im Vergleich zu wichtigen Währungen wie dem Euro etwas schwächer gezeigt hat. Eine schwächere US-Währung sorgt wiederum dafür, dass sich die Goldbeschaffung verbilligt, was wiederum die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall ankurbelt. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dieser Effekt in 2019 stark genug sein wird, um Gold zu einer neuerlichen Preisrallye zu verhelfen.
Spekulative Anleger, die steigende Goldpreise erwarten, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX14XA) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,29, die Barriere bei 1.018,3000 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DE1CF3, aktueller Hebel 4,28, Barriere bei 1.545,9500 US-Dollar) auf fallende Goldnotierungen setzen.
 
Stand: 03.01.2019
 

NameWKNGeldBriefBasispreisLaufzeit
Gold WAVE XXL CallDX14XA27,67027,680995,29
Gold WAVE XXL PutDE1CF324,0100,0001.580,45